Schornsteinsanierung

Eine Schornsteinsanierung muss spätestens dann durchgeführt werden, wenn ein neuer Heizkessel eingesetzt wird. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert, dass alle Heizkessel, die vor dem 1.Oktober 1978 eingebaut wurden und die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, stillgelegt werden müssen. Moderne Heizkessel nutzen die Verbrennungswärme zwar wesentlich besser aus, die Folge ist aber, dass die Verbrennungsgase mit wesentlich geringerer Temperatur in den Schornstein gelangen.

Die Schornsteinsanierung soll verhindern, dass es beim Austausch eines alten Heizkessels zu Durchfeuchtungen oder Versottung des Schornsteins kommt. Bei der Brennwerttechnik ist eine bauaufsichtlich zugelassene feuchte- und korrosionsunempfindliche Abgasanlage zwingend erforderlich, da wegen der geringen Abgastemperaturen Kondenswasser (Kondensat) im Schornstein anfällt. Aber auch bei Niedertemperaturkesseln kann die Abgastemperatur auf Werte bis zu 80 Grad sinken. In den alten Schornstein werden neue, kleiner dimensionierte Rohre eingesetzt. Diese können aus Edelstahl, aus Glas, aus Keramik oder sogar aus Polypropylen bestehen.